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LA POLITIQUE DES RELIQUES DE CONSTANTIN A SAINT-LOUIS
[213044]

LA POLITIQUE DES RELIQUES DE CONSTANTIN A SAINT-LOUIS

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Date d'ajout : jeudi 10 février 2011

par H. S.

Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters Bd. 65,2

"Quoique I'importance politique du culte des reliques commence a être reconnue, aucune monographie generale n'a été jusqu'ici consacrée a ce thème" (S. 10). So soll alles unter der Leitfrage stehen, welchen speziellen Gebrauch Herrscher und große Laien vom Reliquienkult machten. In der Tat beeindruckt die ziemlich stringente Durchführung dieses Programms in fünf, jeweils chronologisch angelegten Kapiteln. Kapitel I ("Reliques et intérêt collectif") ruft die Anfänge des christlichen Rcliquienkults allgemein in Erinnerung und die den Reliquien innewohnende virtus als treibendes Prinzip ihrer auch politischen Verwendung. Kapitel 2 ("Le modèle byzantin") unterstreicht die Bedeutung des herrscherliehen Rcliquienkults der spätantiken römischen Kaiser und dann deren Erben, der Byzantiner, von Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena bis 1204, dem großen Reliquiemaub des Vierten Kreuzzugs. Kapitel 3 ("Les reliques dans la sacralisation et Ia legitimation du pouvoir royal en occident") sieht die Entwicklung im Westen durch Byzanz vorgegeben: bei den Langobarden in Benevent und Salerno ebenso wie im spanischen Leon oder bei Kar! dem Großen (Saint Denis, Aachen). Als Höhepunkt der westlichen Entwicklung wird der Erwerb der Passionsrcliquien durch Ludwig IX. von Frankreich zwischen 1239 und 1242 gewertet, wovon ja immerhin heute noch eindrucksvoll die Sainte Chapclle in Paris Zeugnis ablegt, die später auch noeh weitere "Staatsreliquien" aufnahm. Kapitel 4 ("Les reliques, marqueurs du pouvoir territorial") steigt dann sozusagen wieder eine Ebene tiefer und interpretiert den Reliquienerwerb großer aristokratischer Familien vor allem für ihre Klostergründungen. Ein letztes Kapitel (" Les reliques dans la representation et la mise en scène du pouvoir ") schreibt den normalen Laien eine wichtige Partizipation am "politischen" Rcliquienkult insofern zu, als bei Reliquienerhebungen, Translationen und liturgischen Feiern soziale Interaktionen in Gang gesetzt wurden, welche die Einheit von Kirche, Volk und politischer Führung in Szene setzen und damit begründen sollten. - Insgesamt hat die Vf. die christliche Reliquienverehrung unter einer interessanten Fragestellung neu beleuchtet, wenngleich nicht gleichmäßig: Mittel- und Nordeuropa kommen etwas zu kurz. Und wenn sie so st,1rk betont, im Westen sei die Entwicklung inuner "sur le modele de Constantinople" (S.143) geschehen, sollte man das nicht unbedingt als historische Ableitung verstehen, als ob man nur das byzantinische Beispiel habe nachahmen wollen. In Byzanz waren einfach viele frühchristliche Reliquien konzentriert; aber die virtus der Reliquien wirkte "an sich", und man verehrte sie nicht, weil sie byzantinisch waren. Widukind von COTYey, dem geradezu die "Erfindung" - oder zumindest erstmalige klare Formulierung - des grundlegenden Prinzips der herrscherlichen Heiligenver­ehrung zugesprochen wird: die Garantie des Friedens durch Reliquienbesitz.


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